Costa Pacifica, Tag 7: Tallinn

Freitag, 17.08.2018. Nach all den Grossstädten, die wir in den letzten Tagen besucht haben, wird es jetzt etwas ruhiger – die Costa Pacifica legt heute in der estnischen Hauptstadt Tallinn an. Die Stadt liegt strategisch sehr günstig am Finnischen Meerbusen, etwa 80 Kilometer südlich von Helsinki. Im 11. Jahrhundert wurde hier ein Hafen errichtet, um Handel zu treiben. Die gute Lage wollten sich viele Nationen zu Nutze machen. Im Jahr 1219 wurde die Ansiedlung von den Dänen erobert, was der Stadt ihren Namen einbrachte – Tallinn wird abgeleitet von Taani-linn, was so viel bedeutet wie Dänische Stadt oder Dänische Burg. Wenig später kam der Deutsche Orden und Tallinn wurde zu einer bedeutenden Hansestadt. Ab 1561 regierten die Schweden über die Gegend, und ab 1710 die Russen. Zwischen den beiden Weltkriegen war Estland für etwa zwei Jahrzehnte unabhängig. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde Estland zu einer Sowjetrepublik, und seit dem 20. August 1991 wieder unabhängig und Tallinn die Hauptstadt. Obwohl Reval, wie die Stadt auch genannt wird, im Zweiten Weltkrieg sehr umkämpft war, ist die Altstadt in einem bemerkenswert guten Zustand. Die allermeisten Gebäude innerhalb der Stadtmauern sind erhalten geblieben, so dass Tallinn mit seinen alten Häusern und engen Kopfsteinpflastergassen noch heute wie eine mittelalterliche Stadt wirkt. Landausflüge kann man im recht kompakten Tallinn bequem auf eigene Faust unternehmen. Sehenswert sind unter anderem der Rathausplatz, die Nikolaikirche (Foto), die Domkirche, die Alexander-Newski-Kathedrale und das Opernhaus. Das moderne Tallinn liegt ausserhalb der Stadtmauern. Schicke Wohnungen, Bürokomplexe und riesige Einkaufszentren (wie z.B. das Solaris) bilden einen starken Kontrast zum historischen Stadtkern.

I wie Internet www.visittallinn.ee/ger

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